Verfahrensbeistand - was ist das?

Ich vertrete dich und deinen Kindeswillen vor dem Familiengericht. Ganz einfach: „Ich steh’ an deiner Seite“. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat einen Kindeswillen, eben Wünsche und Bedürfnisse, was sich in seinem noch meist jungem Leben oder in seiner Familie ändern soll. Dabei achte ich auch auf dein „Kindeswohl“, sprich: was tut dir in deiner familiären Situation gut und was nicht?

Meist lernen wir uns bei Dir zuhause kennen. Wir spielen gemeinsam dein Lieblingsspiel, machen etwas Kreatives oder „chillen“. Sicherlich kannst du mir von deinem Hobby erzählen oder von deiner familiären Situation. Und, wir dürfen auch mal schweigen.

Mir darfst du alle deine Fragen stellen und ich versuche sie dir möglichst zu beantworten. Ich werde dein Erzähltes – wie bei einem Brief – aufschreiben und dem Familienrichter geben, der dich in einer „richterlichen Anhörung“ in einem Spielzimmer im Gerichtsgebäude kennenlernen wird. „Ich steh’ auch hier an deiner Seite“ – denn du kannst im Gespräch mit dem Richter gelassen bleiben. Du wirst alle seine Fragen richtig beantworten, denn du sprichst für dich und das ist immer richtig. Erzähle, was dir am Herzen liegt und nun hast du die Chance zu erklären, was sich in deiner Familie unbedingt ändern soll. Dein Wille als Kind ist wichtig.

Und für mich als Verfahrensbeistand ist wichtig, dass wir deinen „Kindeswillen“ und dein „Kindeswohl“ schützen.

Den Eltern oder dem Amt für Kinder, Jugend und Familie gegenüber verhalte ich mich wie ein Anwalt des Kindes. Jedes Kind hat ein Recht auf einen Verfahrensbeistand, der von der Familienrichterin oder dem Familienrichter bestellt wird.

Was will das Kind?

Zusammen mit Mama und Papa in einer Wohnung wohnen und viel unternehmen – das wollen die meisten Kinder und Jugendlichen. Eltern sorgen jeden Tag in der Personensorge für die Jüngsten, geben ihnen Essen und Kleidung, bieten Freizeitangebote an und unterstützen sie in der Schule oder bei einer Ausbildung. Bedürfnisse erkennen und emotionale Bindungen aufbauen, das zeichnet eine Familie aus.

Bedürfnisse verändern sich und Gefühle entwickeln sich weiter: Plötzlich ist in der Familie alles anders und alles fühlt sich wie ein tosendes Meer an.

Trennen sich Eltern, überwiegt der Schmerz. Gerade dann müssen Kinder angehört und ihre Meinungen respektiert werden. Sie benötigen emotionale Stabilität und Kontinuität in ihrem Alltag. Wenn Eltern in zwei Wohnungen leben, dann sollte für das Kind festgelegt sein, wo es seinen Lebensmittelpunkt – sprich seinen Aufenthalt – hat. Wie in einem Kalender ist dann für das Kind aufgeführt, wann und wo es die Mama oder den Papa trifft. Körperlich fit und geistig stark sein, das sind bei der Gesundheitsfürsorge die Ziele für eine gute Entwicklung des Kindes.

Als Verfahrensbeistand bin ich mit Eltern, Mitarbeitern vom Amt für Kinder, Jugend und Familie und dem Familienrichter an einer einvernehmlichen Regelung und somit an Lösungen interessiert – um den Kindeswillen und das Kindeswohl zu schützen.

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